Grundl TV

Das Projekt Grundl-Panorama wurde initiert von Apephonie Productions und Stadtwerkstatt Linz (stwst48x6)

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Ein Unterwasser-Stream vom Lebensraum der Grundelfische. Grundl Panorama sendet aus der Traun vom „Messschiff Eleonore“ auf den Streamingserver von stwst48x6.

Projektinitiative Christoph Ebli Ebner

Wir schreiben das Jahr 2020. Flüsse sind immer noch nicht zu Flüssen geworden. Wir haben sie aus unseren Städten und Leben weggesperrt, gefesselt und gefügig gemacht. Geistig und physisch von uns isoliert. Endlos verbaute Ufer. Wasserkraftwerke und Staudämme fordern ihren Tribut. Die Schifffahrt vollstreckt das Todesurteil für die Biodiversität im Lebensraum Fluss. Nur die wenigsten Tier- und Pflanzenarten können sich diesen Umständen anpassen, mitunter eine invasive Fischgattung, die Grundel. Die im Volksmund bezeichnete Schwarzmeergrundel besteht aus vier Arten: Schwarzmundgrundel, Marmorierte Grundel, Kessler und Flussgrundel. Ursprünglich entstammt die Gattung den Brackwasserbereichen des Schwarzen und Asowschen Meeres. Von der Großschifffahrt im Ballastwasser eingeschleppt, fanden die Grundeln ihr neues Zuhause in den Steinpackungen der Binnengewässer Europas. Jedoch werden sie in der xenophoben Gesellschaft Europas nicht willkommen geheißen. Fälschlicherweise wird ihnen unterstellt, als Laichräuber die übriggebliebenen Fischarten zu verdrängen, obwohl sie sich ausschließlich von Kleinstlebewesen wie z.B. Insektenlarven ernährt. Gegenteilig zu ihrem Ruf, dient die Grundel mittlerweile aber selber als Nahrung für Raubfischarten und ist Teil eines „neuen“ Ökosystems, welches sich ständig an die feindliche Architektur der Menschheit anpassen muss. Von der ORF-Produktion „Wetter-Panorama“ inspiriert, möchte STWST und Apephonie Productions das Leben der Grundeln und deren Lebensraum Wasser unserer Gesellschaft ein kleines Stückchen näherbringen. Während STWST48x6 MORE LESS wird deshalb 48 Stunden vom Grund der Traun übertragen: Grundl Panorama sendet vom „Messschiff Eleonore“, das im Rückstaubereich der Traun-Donaumündung liegt.

siehe Referenzprojekte (6)